dimanche 30 juillet 2017

C4 Cactus BlueHDI100 beim Schummeln "erwischt"

Am 25.7.2017 at 15:43 , CX2500D sagte:

Arbeitet PSA auch mit "Thermofenstern" der Abgasreinigung?

Ein gewisses Thermofenster wird es immer geben und muß eingehalten werden, da chemische Reaktionen erst ab bestimmten Betriebstemperaturen stattfinden können; was bedeutet, daß eine saubere Kraftstoffverbrennung und eine anschließend gute Abgasreinigung erst ab diversen Themperaturen ablaufen können. Will man alle Messungen bei allen Temperauturen einhalten, dürfte so manch ein Auto vor allem im Winter nicht mehr fahren können, bzw. wird gar nicht erst anspringen. Dieses sogenannte Thermofenster gab es schon zu Anfangszeiten der Fahrzeuge mit G-Kat. Der G-Kat fing erst an zu regeln, wenn der Motor Betriebstemperatur erreichte: sonst gab es das berühmte Magerruckeln und das Auto sprang wie ein Kaguruh (kennt auch jeder, der bei seinem Auto mit Choke, den Choke zu früh wieder rein schob). Der Katalyt selber fängt erst bei 400°C richtig an das Abgas umzuwandeln.

Die Frage ist: in welchem Bereich setzt man das Thermofenster, daß das Fahrzeug nach dem Start rund läuft und schnell genug die Betriebstemperatur errreicht, damit so früh wie möglich die Abgasreinigung effizient arbeiten kann?

Wenn ein Fahrzeug kalt ist, gibt es eine Kraftstoffanreicherung, damit die Karre im Kaltlauf rundläuft. Vorteil: NOX-Werte sind niedrig; Nachteil: alle anderen Werte steigen. Wenn der Motor warm wird, wird die Anreicherung zurückgenommen und die Abgasreinigung beginnt zu arbeiten: Vorteil: Motor läuft effizient, Abgaswerte sinken, Nachteil: NOX-Werte steigen. Deswegen mißt man bei ungenügend arbeitender AdBlue-Einspritzung bei 10°C niedrigere NOX-Werte als z.B.bei 30°C.

Umso effizienter ein Motor arbeitet, umso niedriger die CO2-Werte, aber umso höher die NOX-Werte. Deswegen hat z.B. ein Diesel aus den 80ern niedrigere NOX-Werte als z.B.ein Euro5-Diesel ohne SCR-Kat. (Nebenbei steigt bei effizienteren Motoren auch der Feinstaubanteil im Abgas). Diese erhöhten NOX-Werte bei effizient arbeitenden Motoren müssen dann nachträglich chemisch umgewandelt werden. Dies betrifft im übrigen nicht nur Diesel-Motoren sondern auch moderne Benzin-Motoren! Alte Benziner emitieren so wenig NOX, daß sie der klassische G-Kat umwandeln konnte - moderne Benziner bräuchten theoretisch auch einen SCR-Kat, wie es ihn ja schon für Euro6-Diesel gibt - z.Z. scheint bei Benzinern der Speicher-Kat auszureichen.

Würde man Motoren wieder uneffizienter bauen, hätte man das NOX-Problem wieder gelöst - aber dummerweise steigt damit wieder der Kraftstoffverbrauch und damit der CO2-Wert - das will man aber auch nicht.

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C4 Cactus BlueHDI100 beim Schummeln "erwischt"

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