Noch eine Anmerkung zum Autobild-Kommentar:
Vermutlich haben 2008, als diese Grenzwerte von der EU beschlossen wurden, die Politiker, die keine Sachkenntnis hatten, gemeint, je niedriger die Werte, desto besser und umso vorteilhafter können wir sie den um ihre Gesundheit besorgten Bürgern verkaufen. Und die Autohersteller, die wissen mussten, dass sie diese Grenzwerte mit ihrer damaligen Technik im Realbetrieb gar nicht bzw. nur mit sehr hohem technischen und finanziellen Aufwand einhalten konnten, haben befürchtet, bei Kritik an diesen Werten als böse Lobbyisten angeprangert zu werden und sich dem Vorwurf auszusetzen, wissentlich den Tod viele Menschen in Kauf zu nehmen. Und haben sich dann mit dem wohl mühsam ausgehandelten Zugeständnis getröstet, dass sie diese Werte ja nur im Labor bzw. auf dem Rollenprüfstand mit einem relativ unrealistischen NEFZ-Fahrzyklus nachweisen müssen, was sie vorher sicher ausgetestet haben, zumal sie mit einem Thermofenster-Zugeständnis, dessen Bereich nicht konkret definiert war, einen Ermessensspielraum hatten. Dann war Ruhe in der Politik und in der Presse und alle waren zufrieden.
Dass jetzt nachträglich festgestellt wird, dass die Grenzwerte im Realbetrieb mit der für den Rollenprüfstand optimierten Technik gar nicht erreicht werden kann, wundert nur Unbedarfte. Und wenn jetzt die Entwicklung dahin geht, dass die Grenzwerte mit dem anstehenden realistischeren WLTP-Prüfverfahren um mehrere Faktoren überschritten werden dürfen, zeigt das, dass die ursprünglich verabschiedeten Grenzwerte mangels Sach- bzw. Technik-Kenntnis tatsächlich unrealistisch niedrig waren. Der oben genannte Diskrepanz des Grenzwertes am Arbeitsplatz mit dem Grenzwert am Auspuff zeigt die Misere der damals verabschiedeten Grenzwerte.
Deutsche Autos sind große Stinker
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