Ein wenig Dichtungspraxis:
Gummi wird durch den Druck an die Wände gepresst. Hier: Bremsventil außen und PTFE Ring innen.
PTFE fließt auch unter Druck., aber nicht genug, um diese Funktion eines Gummi-Ringes zu übernehmen.
Aber: PTFE hat gut Gleiteigenschaften und ist verschleißärmer als Gummi, wenn es um Dynamik geht.
Letztere ist bei der DIRAVI wichtig, beim Bremsventil ist es eher der Slip-Stick Effekt, den Gummi auch hat, und der vermieden werden soll.
Bei Gas dichtet PTFE nicht genug; bei Hydraulik/Wasser ausreichend, also nahezu tropfendicht.
Dieses System von CIT ist gut gewählt und besser, als die Lebenserwartung der Fahrzeuge.
Montage: Gummi also weg von dem sich bewegenden Teil (= zuerst). Den PTFE Ring dann nierenförmig verformen und einlegen, schön in die Nut legen und mit dem Finger oder geeignetem Stempel zurück formen. Keine Angst: der Druck macht dann den Rest. Dennoch: bei der ersten Montage des Kolbens aufpassen, daß der PTFE Ring nicht geschnitten oder an der Kante zerquetscht wird. Es ist sinnvoll, den Kolben hin- und her zu bewegen und noch einmal zur Kontrolle zu demontieren.
Der genannte Preis ist fett. Für das Geld drehen wir die Dinger manuell, wenngleich ungern. In der Herstellung bei kleinerer Serie läge man bei ca. € 1,50
Der O-Ring ist mini, und m.E. nach ist die Nut nicht ordentlich gefüllt. Ich wundere mich, daß das so geht. Ursprünglich war da auch ein Vierkantring,...... sind halt teurer .
Ich verwende an der Stelle einen metrischen O-Ring von der Stange, der etwas größer ist und eine vertretbare Verpressung hergibt.
Und nochmal den Tip: PTFE, wenn am Platz, mit warmer Luft oder Ofen bei 60 - 80° 'ruhen' lassen. Es fließt ein wenig zurück in seine ursprüngliche Form bzw. schmiegt sich dann schön an.
Gruß,
Jan
XM Bremsventil Einbau O-Ring
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