Win10 macht sowieso was es will. Je nach Rechner ist das vom TO beschriebene Verhalten wahrscheinlich sogar normal, vor allem wenn man mal grössere Updates abwürgt.
Man kann sehen, ob man was machen kann, indem man die Computernutzungszeit (eine der wenigen verbliebenen Updateoptionen) sinnvoll wählt. Win10 wird dann die heruntergeladenen und im laufenden Betrieb vorbereiteten (was auch immer damit gemeint ist) Updates ausserhalb dieser Zeiten installieren und den Neustart und all sowas auch darein verlegen, wenn man nicht vorher manuell das OK zur Installation gibt.
Ansonsten: Da muss man durch.
Hat man mehrere Win10-Rechner in einem Netzwerk, kann man Updates auch von einem zum anderen Rechner verteilen lassen, so dass die Internetverbindung nicht jedesmal volle Pulle belegt ist. Bringt aber nur dann was, wenn regelmässig mehr als ein Rechner online ist.
Ich selber lebe einfach mit diesen Ausfallzeiten. Wenns mal schnell gehen muss, kann ich im Wohnzimmer an den Linux-Rechner. Der ist älter und nominell langsamer als der Windowsrechner, aber Updates (die es bei LMDE häufiger gibt als bei Win10) werden erstens nur dann heruntergeladen wenn ich dem zustimme, und sind zweitens binnen Sekunden, im Schlimmsten Fall in einer oder zwei Minuten, installiert, und brauchen meist keinen Neustart. Wenn doch, kann der einfach dann kommen, wenn er sowieso geschieht und dauert dann auch nicht merklich länger als sonst.
Allerdings: Ich habe bereits seit mehreren Monaten keine längerdauernden Ausfallzeiten wegen Updates bei Win10 erlebt. Klar, dauert immer ein paar Minuten, aber so ne Nacht lang (das ist beim Netbook so, wenn auf eine neue Version gewechselt wird), das hats ewig nicht mehr gegeben. Beim Methusalem-Desktop-Rechner mit Win10, an dem ich grade sitze, hab ich selten mehr als 2h Update-Zeit, auch dann nicht, wenn auf ne neue Version gewechselt wird.
Die Geschwindigkeit der DSL-Leitung hier kenn ich nicht mal. Ginge an anderen Orten schneller, aber für WLAN mit den alten Adaptern, die ich nutze, allemal schnell genug.
Dass man mit anderen Geräten bei Updates nicht mehr durchkommt, kenn ich jedenfalls nicht... ok, ich hab auch selten mehr als einen Rechner gleichzeitig an, und Fernseher oder Spielkonsolen mit Internet gibts bei mir nicht.
Mein Rat: Einfach mal die Geduld aufbringen, alle Updates durchrauschen lassen, auch wenns halt mal ne Nacht dauert, und dann marschiert das Teil wieder. Wenn man Updates abbricht, kommen die x-mal wieder und fressen ein Vielfaches der Zeit. Das üble dabei ist, dass dann regelmässig die dann irgendwann gigantischen Updates wieder neu heruntergeladen werden.
Also: Entweder, man lebt damit, oder man verzichtet auf Windows. Mein Win10-Rechner ist zwar immer noch mein Hauptrechner, aber längst nicht täglich an, eben weil Linux für die tägliche Surferei eigentlich viel flotter ist.
Noch ein paar Hinweise zum Schluss: Updates ausserhalb der Nutzungszeiten gehen nur, wenn der Rechner strom hat. Da ich zudem die Erfahrung machen musste, dass der Rechner manchmal nachts auch von selber startete, kann ich jedem nur empfehlen, den Rechner an ne Steckdosenleiste mit Schalter zu hängen, und ihm bei Nichtgebrauch den Strom konsequent abzudrehen, es sei denn, man möchte eben Updates durchlaufen lassen.
Ich HASSE es, wenn sich Rechner selber aktivieren, und mir ist auch nicht klar, wie Windows das macht. Wake-on-LAN hab ich glaub ich abgeschaltet, und irgendwann hatte ich LAN sowieso komplett deaktiviert. half aber auch nicht.
Notebooks haben das Problem glaub ich nicht, denn bei entsprechender Konfiguration werden Updates nur im Netzbetrieb gefahren, um den Akku zu schonen.
Weiterhin kann es nützlich sein, die Datenschutzeinstellungen und Hintergrund-Apps mal zu checken. Die meisten, wenn nicht gar alle Windows-eigenen Apps laufen auch dann im Hintergrund, wenn man sie gar nie verwendet, und fressen so Systemleistung. Hilft jetzt nicht bei grossen Updates, aber je weniger da im Hintergrund läuft, umso besser lebts sich mit Win10. Bei den meisten Apps reicht es vollkommen, wenn sie dann nach Hause telefonieren, wenn man sie startet.
Diese Einstellungen sollte man am besten nach jedem Update, aber jedenfalls nach einem Versionsupdate jeweils wieder prüfen, denn ich habs schon mehrfach erlebt, dass Updates dann wiede Hintergrunddienste aktiviert haben, die ich ausgeschaltet hatte.
Ansonsten: Weg von Windows. Wobei ich mir nicht freiwillig Apple-Geräte ins Haus holen würde. Die kosten leicht das doppelte oder Dreifache eines Windows-Rechners und das bei in der Regel weit unterlegenen technischen Daten. Ausserdem kommt man da vom Regen in die Traufe. Apple setzt genauso wie Windows auf cloesed-Source Software. Man hat also bei beiden keine Chance, auch nur ansatzweise mitbekommen zu können, was der Rechner wirklich alles macht. Dazu kommt, dass man bei Preisvergleichen oder allgemein beim Online-Shopping mit Apple-Geräten zum Teil höhere Preise angezeigt bekommt, weil Marketing-Leute davon ausgehen, dass Apple-User weniger Preissensitiv seien als Windows- oder der Gott der Rechner bewahre sie vor denen, Linux-User...
Android ist ganz schlecht. Akzeptiere ich mangels Alternativen gerade noch beim Smartphone, das ich als Rechner aber sowieso nicht ernst nehmen kann und nur für die Telefonüblichen und Messengerdienste verwende. An sich kann man sich auch gleich mit Haut und Haaren und Leib und Seele an Google verkaufen, wenn man sowas ernsthaft nutzt.
Aus dem gleichen Grund empfehle ich auch den Verzicht auf einen Microsoft-Account.
Womit man wieder bei Apple ist, dessen Geräte sich ohne einen Apple-Account schon gar nicht nutzen lassen. Respektloser, dem Benutzer gegenüber, gehts nimmer.
völlig OT - Frage zu Windows 10 updates
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