vendredi 16 juin 2017

Zeitgeschehen

Wassermangel, Nahrungsmittelknappheit und Erderwärmung ließen sich abmildern, wenn weltweit die Böden regeneriert würden. Ute Scheub und Stefan Schwarzer fordern nicht weniger als eine Humusrevolution, um die globalen Probleme anzugehen. Mit Beispielen und Studien untermauern sie ihre Theorie.

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"Über Jahrzehnte hat die Goliathisierung der Welt Riesenkonzerne geschaffen, die heute versuchen, die Welternährung zu beherrschen, angefangen vom Saatgut über Kunstdünger, Pestizide und Gentechnik [...]. Dabei geht es gar nicht so sehr um Ernährung [...], sondern um das Abhängigmachen ihrer Kunden und das dauerhafte Sichern von Profiten."


Was wie plumpe Kapitalismuskritik klingt, versuchen die Autoren mit zahlreichen wissenschaftlichen Studien zu belegen. Zum Beispiel mit dem Weltagrarbericht, demzufolge die Kleinbauern zwei Drittel der menschlichen Nahrung produzieren, obwohl sie dafür nur ein Viertel der weltweiten Ackerflächen nutzen können. Goliaths Rezepte für die Welternährung dagegen, nämlich Kunstdünger und Pestizide, töteten nachweislich das Bodenleben ab. Das hat zur Folge, dass der Boden seine Struktur verliert - er ist dann Wind und Wetter ausgesetzt und erodiert.

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"Ein weltweiter Humusaufbau von nur einem Prozentpunkt könnte 500 Gigatonnen CO2 [...] aus der Atmosphäre holen. Das brächte den heutigen CO2 Gehalt der Luft auf ein weitgehend ungefährliches Maß."
In nur 50 Jahren könnten die CO2-Emissionen auf vorindustrielles Niveau gebracht werden, zitiert das Buch die Non-Profit-Organisation GRAIN. Dafür müsste es allerdings eine Reihe grundlegender Reformen geben. Es scheint daher, dass nur ein gesellschaftlicher Umsturz die Humusrevolution in letzter Konsequenz möglich macht. Die Autoren vertrauen hier auf die Vernunft der Menschheit, da sie nur so überleben könne.

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