samedi 24 juin 2017

Batterieelektrische PKW

vor 14 Stunden, Auto nom sagte:

Das sagt im Grunde nichts aus, was wir hier nicht schon regelmäßig geschrieben haben. Großes (Elektro-)Auto, viel Umweltbelastung, kleines (Elektro-)Auto, weniger Umweltbelastung.

Wie im Artikel steht:

Zitat

Somit entspricht die Klimabilanz der Batterieproduktion je nach Elektroauto-Modell einer Fahrtstrecke eines Benziners zwischen 30.000 und 100.000 Kilometern.

Sprich bei einem kleinen Akku, wie dem eines Leafs, fährt man nach 30.000km umweltschonender (eigentlich bereits noch früher, weil einerseits viele andere ressourcenintensive Bauteile dafür wegfallen und ja bereits ab Kilometer 0 der Energievorteil dazu kommt), mit einem Model S ab 100.000km.

Was fehlt ist außerdem die Gesamtbetrachtung der Akkunutzung - also dass diese in den allermeisten Fällen natürlich einen Zusatznutzen über die Laufzeit im Elektroauto hinaus haben und nicht einfach weggeworfen werden.

Interessant auch dieser Punkt:

Zitat

Das liegt auch daran, dass die Batterien oft in Ländern gefertigt werden, in denen der Strommix ökologisch betrachtet von miserabler Qualität ist. So liegen in den USA und erst recht in China die Emissionen der Stromerzeugung pro Kilowattstunde höher als in Deutschland. Da die größten Emissionen am Ort der Zell­produktion anfallen und nicht dort, wo die Rohstoffe abgebaut werden, ist der Firmenstandort für die Umweltbilanz entscheidend.

Dazu gibt es eine sehr gute Erwiderung von Prof. Dr. Eckard Helmers vom Umwelt-Campus Birkenfeld (http://ift.tt/2t907R1):

Zitat

Es gibt bisher kaum Ökobilanzen, die analytisch in die Tiefe gehen und nach den Ursachen für negative impacts von Elektroautos forschen. Dies geben die Daten jedoch auch her. Wir haben das getan (2). Dabei stellte sich heraus, dass insbesondere die energieintensive Herstellung der Batteriezellen in China mit seinem Kohlestrom sowie die verbauten elektronischen Leiterplatten einen hohen Preis über viele Wirkungskategorien haben. Das Problem mit der zunehmenden Steuerelektronik betrifft jedoch alle Autos.Die Herstellung der Batteriezellen in China wiederum stellt nicht den Normalfall, sondern den ungünstigsten Fall dar. Hier wird es erhebliche Verbesserungen der Ökobilanz geben, etwa dank der mit erneuerbarem Strom betriebenen Gigafactory von Elon Musk.

Und weiter:

Zitat

Wer heute ein Elektroauto betreibt, sollte Grünstrom laden, wo möglich. Der Carbon Footprint der Stromproduktion und damit die Klimawirkung des gewöhnlichen Netzstroms werden sich aber auch kontinuierlich verbessern. Verbrennungsmotor-Fahrzeuge haben umgekehrt umso mehr Emissionen, je älter sie werden. Dieser Effekt wird in Ökobilanzen bislang überhaupt nicht berücksichtigt. Ökobilanzen tun bislang so, als ob Autos immer jene Emissionen beibehalten, die sie beim Verlassen der Fabrik aufweisen. Dies ignoriert ein besonderes Problem: Allein Deutschland exportiert jedes Jahr etwa eine Million gebrauchter Verbrenner mit hohen Kilometerständen nach Süd-/Osteuropa – unter anderem, damit die Eigentümer bei uns nicht in neue Dieselpartikelfilter und Dreiwegekats investieren müssen (tausende € pro Fahrzeug). So rechnet sich das Geschäftsmodell Dieselauto in Deutschland. Die Abgasreinigungstechnik hält lediglich etwa 200.000 – 250.000 km. Man kann davon ausgehen, dass solche Investitionen in Osteuropa auch nicht getätigt werden. Soviel zum sogenannten „clean Diesel“ von heute. 

Ich finde sehr aussagekräftig:

Oekobilanz-Elektroauto-Helmers-2017.jpg

Zitat

In der Europäischen Union konnten Elektroautos dagegen im Mittel bereits 2009 (C) mit den effizientesten Verbrennungsmotor-Fahrzeugen (ICEV) konkurrieren, wobei der Toyota Prius 4 hier den niedrigsten möglichen Benzinverbrauch markiert. Mit zunehmender Grünstromproduktion bewegen sich Elektroautos in der EU auf Szenario D zu, mit CO2-Aufwendungen weit unterhalb von Verbrennungsmotor-Fahrzeugen (A). „E“ markiert in der Abb. den Carbon Footprint von Elektroautos bei Nutzung eines Strommixes mit dominierendem Grünstrom (150 g CO2eq/kWh). Die Kohlenstoff-Intensität in Kombination mit reinem erneuerbaren Strom liegt noch darunter. Durch neue Anwendungen (gesteuertes Aufladen von Elektroautos, stationäre Zweitnutzung von Batterien als Speicher für erneuerbaren Strom, Vehicle-to-Grid- sowie Vehicle-to-Home-Kombinationen) wird sich die Ökobilanz von Elektroautos in den nächsten Jahren in allen Szenarien weiter verbessern (grüne Pfeile).

lg

grojoh

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