mercredi 16 août 2017

Wie heißt diese Art Pflaster?

Am 14.8.2017 at 14:45 , Memphisto sagte:

Auf die Idee, dass so eine Natursteinverpflasterung kaum etwas kostet, wäre ich jetzt zuletzt gekommen.

Für "Sowas verwendet man heute nicht mehr" gibt es nicht nur die Ursache Fortschritt sondern gerade im Baubereich die Ursache Arbeitslohn und Materialkosten. Eines ist sicher: Natursteine werden steinalt und bleiben so, wie sie sind. 

Heute versucht man aus Kostengründen, andere Lösungen zu bevorzugen. Wo das aus Denkmalpflegerischen oder aus anderen Gründen bleiben soll, verwendet man das Material wieder, wenn allfällige Strassenbauarbeiten anstehen.

In CH auch nicht gar so selten, wenn man das Lohnniveau bedenkt. Zudem braucht man erheblich mehr Material, als wenn man einfach Kunststeine oder den im Tessin (früher) üblichen Granit verwendet. Die Steinchen sind halt, wenns eben werden soll doch ganz schön gross und haben unterschiedliche Durchmesser, so dass man drunter auch mehr vom Unterlegematerial braucht. Dürfte wohl Sand sein...

Bewuchs: Moos find ich ja nun nicht unschön, und alles weitere hat man auch bei neuzeitlichen Pflästerungen. Entweder, da ist reichlich Verkehr, es ist schlicht zu trocken oder aber es wächst halt was. Wenn man das nicht will, kann man auch mit Zement verfugen.

Ich bin nun aber gar nicht Fan von den fein gekiesten Plätzen... Wenn das ordentlich aussehen soll, muss man da auch mal den an viel befahrenen oder begangenen Stellen weggescharrten Kies wieder hinschaufeln, und es ist ja nicht so, dass da dann nichts Grünes zwischendurch kann. Und Pfützen gibt das auch reichlich.

Ausserdem ist das nur mit sehr festem Schuhwerk angenehm. Selbst Turnschuhe sind in moderner Ausführung eher Grenzwertig dafür...

Dann doch lieber dieses Katzenkopfpflaster. Die Steine werden ja auch nicht im Ganzen verlegt, sondern in der Regel halbiert, so dass eine Fläche entsteht, die man dann nach oben plan richtet. Und die Idee dazu stammt ganz eindeutig aus der Zeit vor den Rüttelplatten.

Und: Soll so eine Zufahrtsstrasse oder ein Weg gemacht werden, wo wirklich viel Verkehr rasch vorankommen soll, so hat man schon früher die Karrenspur mit Granitplatten oder Schiefer ebener gemacht, und nur dazwischen und die Strassenränder mit den Bollen gepflastert. Gut zu sehen in Wiedlisbach BE oder auch in der einen oder anderen Burgzufahrt...

Dann noch was: Bei gut gemachtem, und durch viel Verkehr auch gut eingefahrenem Pflaster dieser Art rumpelt das sogar weniger, als bei modernen Kunststeinen... weil eben nicht alle Kanten und Flächen scharf sind, sondern die Räder auch mal geschmeidig über die Rundungen kommen, und dazwischen auf Moos oder Schwemmgut auch nicht so rauh unterwegs sind. Zudem können sich kaum einheitliche Quer- und Längsfugen ergeben, anders als bei Quadersteinen.

Faszinierend finde ich auch, dass dies altertümliche Mosaikwerk Jahrhunderte alt werden kann und immer noch gut, wenn nicht sogar durch Abnutzung und Verwitterung immer besser aussehen kann, während neuzeitliche Kunststeinpflaster oft schon nach Monaten oder ganz, ganz wenigen Jahren eine Aneinanderreihung von Pfützen und Schlaglöchern sind, was besonders bei Regen noch viel trostloser wirkt, als wenns da ein bisschen wuchert. Sollte halt nicht gleich kniehoch stehen, das Grünzeug...

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