jeudi 22 juin 2017

Renaissance/Zukunft der Ölförderung

Die FAZ schreibt über den derzeit fallenden Ölpreis und das Treffen der Opec am letzten Wochenende. Hintergrund für den Preisverfall ist das Kräftemessen der Opec und der amerikanischen Ölindustrie. Während die Opec Förderkürzungen beschlossen hat, um den Ölpreis zu stabilisieren oder gar zu erhöhen, fördern die Amerikaner mehr Öl und es ist fraglich, wer sich durchsetzt. So ist die Zahl der aktiven Bohranlagen in den USA mit 652 auf den höchsten Stand seit 1,5 Jahren gestiegen. Amerikas Fracking-Branche hat ihre Förderung seit der Ankündigung der Opec-Förderbremse im vorigen November um 400.000 Fass am Tag erhöht, bis zum Jahresende soll das Plus 700.000 Fass oder mehr betragen. Anders als herkömmliche Ölförderanlagen können Fracking-Unternehmen ihre Anlagen in Abhängigkeit vom Ölpreis in kurzer Zeit hoch- und runterfahren. Zudem ist der Schwellenwert für den Ölpreis, von dem an sich Fracking lohnt, immer weiter gesunken. Es wird auch festgestellt, dass sich nicht alle beteiligten Staaten auch daran halten, denn die Versuchung ist für jeden einzelnen Staat groß, gegen das Abkommen zu verstoßen, um der eigenen Bevölkerung die unangenehmen Folgen geringerer Öl-Einnahmen zu ersparen.
Jetzt hat die Opec auf ihrem Treffen keine Verlängerung beschlossen, sondern nur beschlossen, die Prüfung, ob eine Verlängerung beschlossen wird, weiter fortzusetzen. Man geht, wenn überhaupt, davon aus, dass eine Verlängerung im Mai beschlossen werden könnte. Sollte der Ölpreis bei 60 Dollar stehen, könnte die amerikanische Ölförderung auf mehr als 10,7 Mio. Fass pro 'Tag steigen. Das wären 1,5 Mio. Fass mehr, als im Augenblick, eine Ölflut, die alle Bemühungen der Opec zur Verlängerung der Förderbeschränkungen konterkarieren könnte.

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